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Viertelfinale Nr.3 - Zweiter Gruppe D - Erster Gruppe C
Samstag, 21.06.2008 20:45 Uhr, Basel
Niederlande - Russland 1 : 3 ( 1 : 1 )
( 0 : 0 ) n. Verlängerung
0:1 Pavlyuchenko, 1:1 Van Nistelroum, 1:2 Torbinski, 1:3
Arshavin
Ein Bericht von Tini und Sasha aus dem tiefsten Osten
(Bandelstorf)
So. Erste
Halbzeit verpasst. Macht gar nichts, stellen wir fest,
denn es ist ja noch nichts passiert.
Heute spielen Männer in smartem Orange gegen klassische
Weiß-Träger. Mittendrin ein paar hübsche Hellblaue.
Gemäß der waldorfschulischen Philosophie haben wir
beschlossen die Beziehung in den Osten auszubauen und
stehen somit in diesem Spiele auf der Seite der weißen
Jungs. Weiße Jungs waren auch im Ostseebad Warnemünde am
heutigen Nachmittag unterwegs. Wir durften beobachten,
wie sie ihre weißen Leiber in brennender Sonne zu
Heinz-Streifenketchup verwandelt haben. Oder war es
Thomy, der diese Streifenneuheit auf den westdeutschen
Markt gebracht hat? Naja, auf jeden Fall ist die
Farbkombination auf dem Spielfeld recht hübsch
anzusehen.
Als wir in der Pause den Fernseher einschalteten,
grinste uns sogleich der olle Sylt-Tourist entgegen –
diese dämliche Dreier-Runde mit Johannes B.
Schweinkopfsülzer Kerner verursachte fast, dass wir den
Fernseher mutwillig zerstörten. Alles gut gegangen. Puh.
54. Ein Perser sieht gelb.
Einer der Russen sieht ganz dumm aus. Ist er scheinbar
auch, denn er hat am Tor vorbei geschossen. OH! Nein!
Das will doch keiner sehen: Viele Fans im Publikum haben
nichts an!
OH! Ja! Das Tor für die Russen! 55. Minute! Der große
Bruder stept straight foward.
Ein orangener Typ hat sich auf dem Rasen gefletzt.
Da ist ein Tier auf dem Spielfeld. Ach nein, stellen wir
fest, es ist eine Grasfliege auf dem Fernseher. Die
macht jetzt, dass der Russe aussieht, als hätte er einen
riesigen Pickel in der Fresse.
Die Holländer sehen durchweg scheiße aus. Einer kriegt
jetzt Tampons in die Nase.
Ein holländischer Fan sieht aus wie ein Dinosaurier. Mit
Stahlspitzen auf seinem lustigen Fanhut. Wie man so
scheiße aussehen und dabei ein so ernsthaftes Gesicht
machen kann, bleibt uns ein Rätsel.
Torschützer von eben hat Ballkontakt.
63.Minute: Oranje hat den Ball. Vannistel-Roger hat
geschossen. Van Persie fuchtelt in der Luft, als wolle
er eine Schmeißfliege vertreiben. Van der Fards Flanke
unterlaufen.
Das Aquarium schaltet wieder das Licht aus, damit die
Fische das Drama nicht erleben müssen. Sie würden
elendig zugrunde gehen.
Tini ist müde. Alles was sie sagt, kommt nur noch
ostdeutsch zutage. Was geht hier vor?
Torchance verballert.
Von wem? Wie heißt der Arsch?
Die Holländer verkrepeln bei dem Versuch das
Ausgleichstor zu schießen. Frikandelfutterer! Wie wär's
mal mit weniger Friteuse?
Tini sagt, sie werde eine Elephantenfrau. Ich will auch.
Warum spielen die denn keinen Fußball, da unten?
Erstaunlich – die Katze isst Popcorn.
Van der Fards hat fast n Tor geschossen. Aber die
schwarze Sau war zu flink und hat den Ball gekielholt.
Der Mann mit dem flachen Hinterkopf schüttelt das Haupt.
So nicht, Freundchen!
Van Nistelpferd ist arschig.
Van Fisterroy, hau ab!
Eine orangefarbene Kreisformation auf dem Spielfeld! Oh
ha! Der Kreis hat nichts geholfen – der Freistoß geht
ins Leere. Vollpfosten!
Der Moderator hält sich für ziemlich gescheit.
Das hat ihm wohl der Teufel verraten.
Die beiden stecken möglicherweise unter einer Decke. Die
Staatssicherheit prüft.
Ibrahim Apfelbrei sorgt für Furore. Wieder nichts. Ach.
Das ist heute kein Spiel für Fußball-Nichtkenner. Mist.
Lauda tu si, omnio seniore!
Ein Holländer schnieft unartig die Innereien seiner Nase
auf den Rasen.
Ein Fan heult.
Und das Meijse met de Klompen auf der Fanmeile auch.
Tini kann viele Sprachen.
Zuweilen auch Zungen. Die hat ihr ooch der Deibel
verraten.
Unverfrorenheit.
Ein sehr häßlicher und dicker Trainer. Der
Mazda-Verkäufer war ne geilere Partie.
Exkurs (denn heute passiert ja nichts in der Arena): Bei
unserem Besuchs des Ostseebadekurorts Warnemünde wurden
wir Opfer eines tätlichen Brustbegutachtungsaktes. Beim
Passieren der Flaniermeile, so im Vorbeigehen – rumms.
Daraufhin konfrontierten wir den Täter sogleich mit der
Frage, warum er denn ein so gesteigertes Interesse an
unserem Busen habe.
Schonwieder nicht das 2:0.
Aber zurück zur Geschichte – denn das Spiel ödet an,
meint Tini. Ich werde morgen versuchen das Spiel
nachträglich bei der Fußballoberverwaltung wiederholen
zu lassen.
Keck forderten wir ihn (den Brust guckenden Genossen)
auf, uns einen dreiseitigen Aufsatz zukommen zu lassen,
indem er uns seine Wissensbegier über die weiblichen
sekundären Geschlechtsmerkmale erläutere. Und dies bitte
ohne Kommafehler und mit sorgfältiger Beachtung der
neuen Rechtschreibordnung, wie es sich in der deutschen
demorkratischen Republik gehört.
Scheiße, ey. In der 85. Minute nun der Ausgleich durch
Fisterroy. Das Pferdegesicht, Alter. Oh nein. Es regnet
weiße Tulpen auf den Rasen. Wenn die mal nicht ausm
Gewächshaus sind, ihr Penner!
Warum kreischt der orange Arschkopp rum, fragt Tini. Ich
weiß es nicht. Ich muss mich noch über das Pferd ärgern.
Holländische Frauen haben große Möpse. Und sind total
behindert. Und riesige Schneidezähne haben sie auch.
Was wird nur geschehen? Gibt’s jetzt wieder diese
endlose Verlängerung?
Freistoß für den großen Bruder und zwei Minuten
Verlängerung. Der Kommentator erklärt die
Verlängerungszeitregeln. Danke.
Gelb-Rot für Kolodin. Er hat einem Orangenen ins Gemächt
gegriffen. Einfach so. Zum Ärgern. Das Pferd scheißt
rum. Da stimmt was nicht, sagt Tini, denn der blaue Typ
fraternisiert mit dem Pferd. Saustall. Es rieht nach
Ammoniak.
Kolodin schneuzt vor Wut in sein Trikot.
Sneyder wurde Opfer, übrigens.
Schonwieder das Gruppenrumgesaue vor der Verlängerung –
die sind doch alle gay!
Ich hasse Robby Williams. Sie spielen ein Lied von ihm
im Stadion und meinen wahrscheinlich, dadurch steigerte
sich die Stimmung. Ich stelle den Ton aus. Bei Robby
Williams denke ich immer sofort an unzureichende
Korperhygiene.
Das Spiel scheint weiterzugehen. Ton an. Ach, der blöde
Texter ist wieder am Start. Vielleicht doch wieder aus?
Hmpf. Ich bin hin und her gerissen. Hoffentlich gewinnen
Matruschkas Söhne.
Wir haben noch eine angebrochene Dose Wodka im
Kühlschrank.
Sneyder schießt dem Mann in Grün die Pille in die Arme.
Tini hat ein lack of energy, sagt sie. Vielleicht muss
sie mehr Popcorn essen. Oder Räucherfisch. Oder
Frikadellen. Oder Pfefferminzschokolade. Oder
Kokosschokoladekanninchendrops.
Ich erleide einen unkontrollierbaren Ausbruch abnormaler
Lautsprache.
Die sollen die Pille endlich reinhauen, finden wir und
beschweren uns über skype beim Bruder über das schlechte
Spiel.
Und über die schlechte Kameraführung, denn schonwieder
sind nackte Fans zu sehen. Ich empfinde Lust zur
Antiperistaltik. Tini schmatzt und liegt unter einer
gelben Fleecedecke.
Sneyder hat den Ball. Wir befinden uns laut Logbuch
übrigens nun in der 96. Minute und irgendein
„lutschenko“ pfostet. Menno.
Ich habe Sonnenbrand, stelle ich gelangweilt fest.
Ich muss etwas zu Trinken besorgen. Tini übernimmt das
Cockpit. Ich werde mich nicht beeilen. Torbinski macht
irgendwas Gutes mit dem Ball. Aber sooo gut, war's dann
doch wieder nicht.
Blabla. Zzz. Van Spasten läuft auf und ab
und ist ratlos stellt der Komentator treffenderweise
fest.
Die Torhoffnung der Weißen, Kolodin, verkackt ein
weiteres Mal.
Ausstellungsfläche muss hier nicht erarbeitet werden
sondern wird einfach gestellt. Ganz wie in alten Zeiten
stellen wir Ostbesucher zufrieden fest.
Bumms Rumms. Gelber Kanari für Zhirkaov.
Abseits von van Fistelroy. Die Niederländer sind
Bleienten.
Ein an sich fröhliches Volk, stellt der interkulturell
kompetente Kommenator fest. Orange scheint nicht immer
eine stimmungssteigernde Farbe zu sein. Wir werden dies
im Feng-Shui-Ratgeber nachschlagen.
Doch siehe da: Joachim Löw schon wieder hinter Glas und
noch immer auf der Suche nach dem verlorenen Schatz. DU
FERKEL!
Die russischen Fans brauchen laut Lexlav ein
Diätprogramm,
da gesottenes Fläisch kein geeignetes Diätprodukt
darstellt.
Alter ich penn ein.
Ein Weisser fällt, aber der Mann in blau ist
handlungsunfähig und nicht in der Lage eine handfeste
Entscheidung zu treffen. Diese Lethargie und das Phlegma
sind mit der gähnenden Langeweile zu erklären die wir
brüderlich mit ihm teilen.
Irgendwer versucht mit einem russischen Trainer auf der
Tribühne zu flirten.
Der russische Trainer trägt Körbchengrösse B, die
Durchnittschgröße der bundesdeutschen Genössin von
heute.
Oh! TOR in der 111.!
2:1 für unsere weissen Freunde!
Übrigens ein sehr lustiges Tor, da mit dem Poppes
hineingeschubbst.
Wir sind entzückt, denn dies beudeutet früher pennen für
uns.
Der Torschütze wird auf dem Boden freundschaftlich von
seinen Kollegen zerfleischt.
Action!
Torschütze geht. Dimitri kommt.
Der niederländische Trainer scheint in Sankt Gallen
studiert zu haben.
Der frische Russe hätte fast nachgelegt.
Und er schafft es in der 115. Minüde!
Die UdSSR liescht vorn! Applaudiert Genossin Grund.
Wir sind begeistert und rufen zum Boykott von
Bananenhandel und Zitrusfüchteverkauf auf.
Lexlav produziert aus dem „Exorzist“ bekannte Laute.
Sneijder und der russische Torhüter finden sich ganz
gut. Vielleicht sogar attraktiv.
Van der Vart farzt.
Mehr hat er jetzt anscheinend nicht zu bieten.
O2 und E-Plus haben übrigens den Ausbau des
Telekommunikationsnetzes zwischen den alten und neuen
Bundesländern scheinbar bis auf Weiteres stillgelegt,
gähnt das Lex (oder war es Sasha?).
Nach 122 Minuten hat der Albtraum endlich ein Ende.
Sie will das Cockpitt nicht zurück.
Oder bin ich vielleicht gar nicht Tini sondern Genossin
Grund und ihr werdet zu Opfern einer internationalen
Verschwörung?
Der Mann mit dem platten Hinterkopf weint vor Glück.
Es gibt nicht einen einzigen attraktiven russischen
Spieler.
Ebenso wenig können die westlichen Brüder mit ihrem
Aussehen einen Tulpentopf gewinnen.
Das Pferd knatscht und gräbt sein Gesicht in den Rasen.
Das würden wir an seiner Stelle auch tun.
Die Holländer sollen weniger Gras rauchen, sagt das Lex.
Schüss und danke, dass ihr so lieb gelesen habt. - Jetzt
schnell weg, bevor die Sülzer Chorspatzen wieder
loslegen!
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